Kollagen im Test 2022:

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Bioniva Vitamin C Serum

Ein Serum mit hochwertigem Vitamin C, Hyaluronsäure, Vitamin E und Jojobaöl bringt der Kosmetikhersteller Bioniva auf den Markt. Das Collagen Serum enthält einen hohen Vitamin C Anteil von 20 Prozent. Die enthaltene Hyaluronsäure ist rein vegan und stammt aus alexandrinischer Senna. Als zusätzliche Wirkstoffe enthält das Vitamin C Serum von Bioniva MSM, Vitamin E, Jojobaöl und Aloe. Die Besonderheit: in diesem Serum ist kein Kollagen enthalten. Der Hauptgrund dafür, dem Serum kein Kollagen zuzusetzen, mag sein, dass der Hersteller ausschließlich vegane Produkte vertreibt. Kollagen vegan zu gewinnen, ist jedoch leider nicht möglich, da dieses Strukturprotein ausschließlich von Wirbeltieren gebildet wird. Was ist also dran an veganen Produkten, welche die Kollagenproduktion anregen sollen. Ist es wirklich möglich, durch pflanzliche Stoffe die Herstellung von Kollagen im Körper zu verbessern? Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich vergegenwärtigen, wie Kollagen gebildet wird. Zur Synthese von Kollagen benötigt der Körper vor allem bestimmte Aminosäuren. Diese stellt der Organismus entweder selbst her, ein Teil muss jedoch mit der Nahrung zugeführt werden, die sogenannten essentiellen Aminosäuren. Wichtige Aminosäuren für die Kollagensynthese sind beispielsweise das Lysin, das Glycin oder das Prolin. Jede dieser Aminosäure ist am Aufbau von einem der drei Kollagentypen beteiligt. Ein Verzehr dieser Aminosäuren, welche also sozusagen die Bausteine des Kollagens sind, kann die Kollagenproduktion fördern, da man dem Körper so alle wichtigen Stoffe zur Verfügung stellt, aus denen er Kollagen synthetisieren kann. Auch wenn die genannten Aminosäuren meistens aus tierischen Quellen bezogen werden – aus insbesondere Lachs, Rind, Eier und Milch – gibt es auch pflanzliche Quellen. Der Vorteil: pflanzliche Proteinquellen sind purinfrei und basisch, das bedeutet, sie tragen nicht zu einer Übersäuerung des Darms bei.

Lebensmittel mit einem besonders hohen Gehalt an Lysin sind: Hülsenfrüchte, insbesondere Kichererbsen, Sojabohnen und Linsen, Erdnüsse, die auch zu den Hülsenfrüchten zählen, Getreide wie Hafer, Reis, Mais oder Hirse, Buchweizen oder Bäckerhefe. In vielen Lysin-Mitteln zum Einnehmen wird das Lysin durch Fermentierung gewonnen und ist ebenfalls als vegane Version erhältlich. Lysin spielt nicht nur eine Rolle beim Kollagenaufbau, sondern auch für das Immunsystem. Fehlt Lysin in der Nahrung, kann der Aufbau von Kollagen und damit Bindegewebe und Muskel verlangsamt sein. Auch bei der Einlagerung von Kalzium in den Knochen spielt Lysin eine Rolle.

Glycin spielt eine Rolle für den Aufbau des Kollagens im Gelenkknorpel und außerdem ein wichtiger Baustein im Hämoglobinstoffwechsel. Glycin hat eine glättende und straffende Wirkung. Es ist wichtig für die Wundheilung und die gesunde Struktur des Haars. Außerdem unterstützt es den Muskelaufbau in einem Zusammenspiel mit Wachstumshormonen. Glycin ist die kleinste aller Aminosäuren und in seiner reinen Form nicht in Wasser löslich. Glycin kann ebenfalls aus veganen Quellen bezogen werden und es gibt zahlreiche vegane Glycin-Produkte auf dem Markt. Natürliche Nahrungsquellen mit einem hohen Glycingehalt sind Sojabohnen und Linsen, Kürbiskerne, Haferflocken, Bohnen und Erbsen.

Prolin ist neben dem Lysin einer der Hauptbestandteile des Kollagens. Es ist ebenfalls aus veganen Quellen erhältlich und kommt vor allem in Getreide wie Hafer, Weizen, Reis, Roggen, Hirse und Dinkel, aber auch in Sojabohnen und Linsen vor.

Die Wirkstoffe in dem Serum fördern die körpereigene Kollagenproduktion in den Zellen des Unterhautgewebes, damit der Körper aus Aminosäuren selbst Kollagen aufbauen kann. Das Gesichtsserum soll den Teint verbessern und wirkt gegen Falten und Fältchen. Es beseitigt auch Hautflecken und Hyperpigmentierung. Das Serum sollte abends in die Haut einmassiert werden. Es zieht rasch in die Haut ein und entfaltet seine Wirkung über Nacht. Der Hersteller verspricht eine Verbesserung des Erscheinungsbilds der Haut bereits nach wenigen Wochen. Das Serum eignet sich auch für den Einsatz mit einem Dermaroller. Dadurch gelangen die Wirkstoffe besonders tief in die Haut, dorthin, wo sie insbesondere die Kollagenproduktion anregen können. Außerdem versorgt das Serum die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit.